Vom Körperbautyp zum individuellen Training – eine Entscheidungshilfe

Jeder Körper ist individuell und einzigartig! Ebenso ist das optimale Training für jeden Körper unterschiedlich. Um die besten Möglichkeiten der sportlichen Aktivität zu finden, gibt es drei Körperbautypen, die zur Orientierung dienen können.

Die Körpertypen gliedern sich wie folgt.

 

Der ektomorphe Mensch

… ist durch Schlankheit gekennzeichnet. Er besitzt einen kurzen Oberkörper mit schmalem Brustkorb. Er zeichnet sich durch schmale Schultern mit langen Armen und schmalen Händen aus. Seine Beine sind lang, die Füße schmal. Weitere Merkmale sind dünne Haare und hoher Körperwuchs. Dieser Körperbautyp wird auch als Leptosomer bezeichnet. Menschen mit leptosomem Körperbau bauen nur schwer Fettreserven auf. Menschen dieser Körpertypen können sich beim Sport auf den Muskelaufbau konzentrieren. Dadurch können sie eine Gewichtszunahme erreichen. Die Muskelmasse nimmt nicht sehr schnell zu, aber Geduld und regelmäßige sportliche Betätigung zahlen sich aus. Das Krafttraining sollte für den leptosomen Typen zum Basisprogramm gehören. Es kann durch Ausdauertraining ergänzt werden. Über die Nahrung sollte viel Energie zugeführt werden. Eine zusätzliche Energiezufuhr über Proteingetränke ist möglich.

 

Der Mesomorphe Körpertyp

…ist muskulös. Sie haben einen langen Oberkörper mit einem kräftigen Brustkorb. Die Hände und Füße sind groß. Der Körper der Männer ist v-förmig mit breiten Schultern, Frauen haben einen sanduhrförmigen Körperbau mit schmaler Taille. Das Gesicht ist breit und lang. Wangenknochen und Unterkiefer sind betont. Fettanlagerungen finden sich höchstens am Bauch und an den Hüften. Metromorph ist eine synonyme Bezeichnung für diesen Typ. Als Untergruppen des metromorphen Typs gelten der normale und der athletische Typ. Menschen mit dieser Körperform können schnell und einfach Muskeln aufbauen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Muskeln unproportional entwickeln und Unförmigkeiten entstehen. Darum ist es wichtig, beim Sport auf einen ausgewogenen Trainingsplan zu achten, bei dem alle Körperpartien berücksichtigt werden. Metromorph gebaute Menschen sollten sich ausgewogen ernähren.

 

Die endomorphe Person

…neigt zu Fettleibigkeit. Er wird auch als pyknischer Typ bezeichnet. Dieser Typ ist durch kleinen Körperwuchs gekennzeichnet. Er hat kurze Arme und Beine. Das Gesicht ist rundlich mit einem kurzen Hals. Die Hüften sind breit. Menschen dieses Körpertyps haben weiche Haut und dünne Haare. Sie bauen schnell Fettreserven am ganzen Körper auf. Die Muskulatur ist weich und wenig ausgeprägt. Das Ziel der sportlichen Betätigung des pyknischen Typs liegt im Abbau des Fettanteils. Das kann über Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren erreicht werden. Dabei sind Regelmäßigkeit und eine ausreichend lange Trainingsdauer wichtiger als eine hohe Intensität. Die Ernährung sollte für Menschen dieses Typs ausgewogen sein. Sie sollte in Form einer Diät mit vielen Ballaststoffen, wenig Fett und wenig schnell verwertbarem Zucker bestehen.

Die Körperbautypen dienen zur Orientierung bei der Zusammenstellung eines individuellen Trainingsprogrammes. Natürlich ist jeder Mensch individuell. Eine Zuordnung zu einem der drei Typen fällt im täglichen Leben oft schwer. Viele Menschen sind sogenannte Mischtypen, die Eigenschaften mehrerer Typen zeigen. Die Trainingsplanung sollte deshalb immer an den individuellen Zielen und Bedürfnissen des Menschen ausgerichtet sein. Eine fachkundige Unterstützung ist dabei unerlässlich.